Studium

Lehre in der Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie.




In dem komplexen Modul M 4.3, das im 4. klinischen Semester stattfindet, werden Erkrankungen von über 15 Organen des Verdauungstrakts sowie des Endokrinums in den meisten Fällen interdisziplinär besprochen. An diesem Modul sind verschiedenste Fachbereiche (Gastroenterologie und Endokrinologie, Viszeralchirurgie, Neurochirurgie, Nuklearmedizin, Klin. Pharmakologie, Pathologie u.v.m.) beteiligt.
Wir haben Wert darauf gelegt, dass nahezu sämtliche Veranstaltungen in der regulären Arbeitszeit (8:15-16:00 Uhr) stattfinden, damit die Studierenden auch Aufgaben ("Kinderbetreuung", "Nebenjob" etc.) ohne einschneidenden organisatorischen / finanziellen Mehraufwand wahrnehmen können.


Lernziele und Lehrformen


Für die Lehre wird der Lernzielkatalog der Medizinischen Fakultät berücksichtigt.


Vorlesungen


(VLs, keine Anwesenheitspflicht)
In den VLs wird versucht, den aktuellsten Erkenntnisstand zum jeweiligen Krankheitsbild zu vermitteln. Weiterhin wird in VLs versucht, prüfungsrelevanten Stoff aus Examina (z.B. "Hammerexamen") - unabhängig vom Lernzielkatalog - anzusprechen bzw. zu integrieren.


Seminare


In den Seminaren werden reale Krankheitsfälle aus der Gastroenterologie und Endokrinologie sowie auch Viszeralchirurgie besprochen. Hierbei wird grosser Wert darauf gelegt, dass die Fallbesprechung interaktiv erfolgt. Anhand der Fallschilderung müssen die Studierenden eine Verdachtsdiagnose erstellen.
Da es sich beim Modul M 4.3 um das letzte Modul in der Ausbildung in Innerer Medizin handelt, legen wir bei der Besprechung grossen Wert auf differenzialdiagnostische Abwägungen auf dem Weg zur Verdachts/Enddiagnose.
Es finden weitere Seminare zur Diabetes/Insulintherapie sowie zur Therapie endokriner Erkrankungen statt.


Unterricht am Krankenbett

(UaK, Kleingruppen)

Der UaK findet auf gastroenterologisch/endokrinologischen Stationen vor- und nachmittags statt, auf viszeralchirurgischen Stationen nur nachmittags. Anamnese und körperliche Untersuchung des Patienten erfolgen, anschließend werden die Befunde mit Ärzten/innen der Station besprochen und körperliche Untersuchungsbefunde am Krankenbett ggf. nochmals gemeinsam überprüft.
Uaks finden auch in der Abteilung Endoskopie sowie in der Nuklearmedizin statt. Hierbei müssen die Studierenden die Indikation zur Untersuchung überprüfen (Anamnese, ggf. relevante körperliche Befunde vor der Untersuchung nochmals verifizieren, Aufklärung!) und sich auch damit befassen, ob relevante Voruntersuchungen (z.B. Labor, Sonografie etc.) vorhanden sind.
Weiterhin finden UaKs in der Sonografie statt. Nach Anamnese und körperlicher Untersuchung haben die Studierenden hierbei die Möglichkeit pathologische Befunde, die durch den sonografierenden Arzt/in erhoben und demonstriert wurden, selbst am Patienten nachzuvollziehen.

Jede UaK Gruppe erhält im Modul M 4.3 eine Lehrvisite am Krankenbett durch den Direktor der Klinik bzw. durch Oberärzte/innen.

visite umg goettingen frei

Endoskopie-Simulator "LUKAS"

endoskopietrainer umg goettingen
Alle Studierenden erhalten im Modul M 4.3 die Möglichkeit, unter Anleitung eigenständig praktisch zu endoskopieren (i.d.R. Gastroskopie, Koloskopie). Dieser Simulator bietet 70 gastroenterologische Fälle mit Endoskopie und ggf. Intervention (z.B. Unterspritzung bei Blutung) an. An diesem Modell kann man sehr leicht erfahren, welcher Unterschied zwischen "zusehen" (s. UaK Endoskopie) und eigener praktischer Durchführung einer endoskopischen Untersuchung bestehen kann.


Sonografie in STÄPS

Unter didaktischer Anleitung eines sonografisch ausgebildeten Arztes/in sonografieren sich die Studierenden gegenseitig. Die praktische Ausübung dieser wichtigen Untersuchungsmethode durch die Studierenden selbst findet seit ihrer Etablierung im Modul M 4.3 eine sehr positive Resonanz in der studentischen Evaluation!

Weitere Beteiligungen


"Einführung in die Klinischen Medizin" (zusammen mit Biochemie)
M 1.1
M 1.2
M 6.3
Blockpraktikum Innere Medizin (4. klinisches Semester)
PJ-Ausbildung

Bachelorstudiengang Molekulare Medizin: Modul B.MM.303: Molekulare Aspekte der Inneren Medizin